Muss Vitamin D immer mit Vitamin K2 kombiniert werden, wie Jeff Bowles es sagt?


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Eine AMAZON-Rezension kritisierte mein Buch "Gesund in sieben Tagen"...

... als: "Unvollständig und daher gesundheitsgefährdend"

ZITAT "Thomas":

"Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich mich im Internet schon sehr ausführlich zum Thema Vitamin D Hochdosierung informiert habe. Meine Absicht war, das bereits aufgebaute Wissen mit diesem Buch noch abzurunden. Als ich bis ans Ende gelangte, war ich aber einigermaßen schockiert, dass mit keiner Silbe eine unbedingt notwendige Vitamin K2 (und ggf. auch Calzium und Magnesium) Gabe notwenig ist. Vor allem während der Auffüllphase! 
Hält man sich an die Anweisungen des Buches (reine Vitamin D gabe ohne ergänzende Präperate) steigert man damit sogar sein Osteoporoserisiko (kann man auch auf Wikipedia nachlesen). Dieses Buch ist für Einsteiger geeignet, um sich über die Vorteile und über die notwendigen Dosismengen zu informieren. Da allerdings im Buch nicht darauf hingewiesen wird, dass man sich vor Substituierung auch über die Zusammenhänge von Vitamin D3 mit Vitamin K2 informieren soll, ist dies als gesundheitsgefährdend zu betrachten. Dafür kann es nur einen Stern geben."


​Dr. Raimund von Helden:


Ich empfinde diese "schockierten" Zeilen als Anregung zu einer klärenden Diskussion.
Beim www.VitaminDservice.de müssen die Nutzer nicht gutgläubig sein.
Kritik ist für mich eine unverzichtbare Wurzel der Wissenschaft.

 

Meine Antwort an "Thomas": "Geht es auch eine Nummer kleiner?"

"FÜR EINSTEIGER GEEIGNET"
Ich freue mich, dass Sie schreiben: "Dieses Buch ist für Einsteiger geeignet, um sich über die Vorteile und über die notwendigen Dosismengen zu informieren." Genau das ist das vorgegebene Thema.

"GESUNDHEITSGEFÄHRDEND"
Mit diesem Vorwurf schütten Sie das Vitamin-D-Kind mit dem Bade aus. Das Buch hat die Aufgabe, die der Titel nennt: "Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie." Diese Aufgabe wird erfüllt und damit wirkt das Buch als Eisbrecher gegen die geltende Meinung der meisten ärztlichen Kollegen. Immer wieder wird dort fälschlich behauptet, dass die Menschen sich mit winterlichen Vitamin-D-Spiegeln zufrieden geben sollten. Meine eigene Studie zeigt worum es hier geht: jährlich 16'000 unnötige Todesfälle in Deutschland. Quelle: PMID:21572875. Für das eingeklagte Vitamin K2 gibt es keine vergleichbare Studie, die eine Minderung der Mortalität nachweist.

"UNBEDINGT NOTWENDIG"
Die von Ihnen weiter unten dargestellte Studie von 1999 (!) beschreibt lediglich die Beobachtung, dass Osteoporose und Frakturen mit einem Mangel an Vitamin K2 verknüpft sind. Das ist schön, das ist nützlich, jedoch ist Ihre persönliche Darstellung, dass "Vitamin-D-Gabe ohne ergänzende Präparate das Osteoporose-Risiko steigert" darin überhaupt nicht enthalten. Quelle: PMID: 9925126. Ganz im Gegensatz zu Ihrer eigenen Darstellung ist in Tabelle 1 der Studie die diätetische Einnahme des lobenswerten Vitamin K mit steigenden Dosierungen des Vitamin D gekoppelt. Vitamin D wird dort in Tagesdosierungen von 283 bis 313 i.E. beobachtet, aber nirgends als Ursache von Frakturen dargestellt. Von einer Dosierung oberhalb von 1000 Einheiten ist in der gesamten Studie nirgends die Rede. Eine solche Dosierung war 1999 in einschlägigen Studien noch gar nicht gebräuchlich. Ihre Argumentation ist daher überzogen und spekulativ. Ich bin nicht gegen Vitamin K2, doch die Dramatik mit der Sie auftreten, schadet dem ganzen Konzept der Basismedizin.

"ZUM THEMA VITAMIN D HOCHDOSIERUNG INFORMIERT"
1)
Sie haben sich zum "Thema Vitamin-D-Hochdosierung informiert", wie sie schreiben. Darunter verstehe ich Vitamin-D-Spiegel, die den Bereich verlassen, der sich bei einem dauerhaften Aufenthalt in tropischen Ländern einstellt: 40- 80 ng/ml. Mein Buch hingegen verlässt diesen Bereich nicht und fordert dazu nicht auf. 
2)
"Hochdosiert" - das ist der Titel des Selbstversuches von Jeff Bowles. Auf den Seiten 38 und 46 seines Buches schreibt Jeff Bowles von seinen Selbstversuch mit einer monatelangen (!) Tagesdosis von 20'000 bis 100'000 (!) Einheiten Vitamin D, dass er einen Spiegel von 165 ng/ml erreichte ohne Schaden zu nehmen. Ich kann aus meiner ärztlichen Erfahrung sogar bestätigen, dass solche SELBSTVERSUCHE bislang zu keiner Intoxikation geführt haben. Widersprechen muss ich allerdings, wenn die Ideen (!) von Jeff Bowles ungeprüft zur Lehrmeinung erhoben werden. Er pocht auf die "Theorie" (Seite 22), dass er sich mit Vitamin K2 vor Schäden seines Vitamin-D-Experimentes schützen könnte. 
3)
Belege für diese Theorie fehlen sowohl in seinem Buch als auch in der medizinischen Datenbank Pubmed.gov. Die Theorie des Autors ist zudem nicht nur unbelegt, sondern auch unlogisch. Wenn Vitamin K2 nachweislich wichtig für den Knochen ist, so muss es keineswegs oberhalb von 150 ng/ml Vitamin-D-Spiegel als Schutzengel gegen alles wirken. An dieser Stelle nutzt Bowles den Talismann-Trick: "Du kannst sorglos durch den dunklen Wald (mehr als 150 ng/ml) gehen, wenn du deinen Teddy (Vitamin K2) im Arm hast." Viele Leser merken nicht, dass Bowles nur davon berichtet, dass Vitamin D ihm selbst nicht geschadet habe. Der Nutzen des "Teddys" Vitamin K2 bleibt sein Glaube. Er bleibt zusätzlich den Beweis schuldig, dass eine umfassende gesundheitliche Besserung im Bereich unter 100 ng/ml völlig ausgeblieben wäre. Die Hochdosierung bleibt daher von fraglichem Nutzen.
4)
Mein Buch hingegen demonstriert, dass Vitamin D auch im Bereich unter 100 ng/ml funktioniert. Ich führe meine Leser nur in den "hellen Wald" der natürlichen Vitamin-D-Spiegel. Wer mag, das möge seinen Teddy auch dorthin mitbringen. Ich empfehle durchaus Vitamin K2, jedoch nicht als GEGENZAUBER zum Vitamin D, sondern weil es einigen tatsächlich fehlt. Das jedoch ist ein neues Thema.


Fazit:

Es geht auch "eine Nummer kleiner", denn eine Gefährdung durch "Vitamin D ohne Vitamin K2" gründet auf theoretischen Überlegungen. Diese Theorie wurde von Jeff Bowles für einen Vitamin-D-Spiegel über 100 ng/ml ersonnen, wir befinden uns bei den Konzepten des www.VitaminDservice.de stets darunter.


Seit der 18. Auflage "Gesund in sieben Tagen" gibt es in jedem Buch diese 30-seitige Erweiterung mit dem Titel: 

"Zur Versorgung mit Vitamin D, Vitamin K1, Vitamin K2, Magnesium, Calcium und Phosphat"

Die einzelnen Abschnitte tragen diese Überschriften:

  •    Überlastung mit Calcium
  •    Überlastung mit Phosphat
  •    Beschleunigte Alterung bei Überlastung mit Calcium und Phosphat
  •    Die schwierige Bestimmung des Magnesiumstatus
  •    Magnesium und Vitamin D
  •    Der Einfluss von Vitamin D, Calcium und Magnesium auf die Lebensdauer
  •    Magnesium-Präparate
  •    Die äußere Anwendung von Magnesium
  •    Das richtige Verhältnis von Calcium und Magnesium in der Nahrung
  •    Die gesundheitsfördernde Wirkung des Citrats
  •    Der Gehalt an Fruchtsäuren in Obst und Gemüse: Citrat, Apfelsäure, Weinsäure
  •    Vitamin K1 und K2
  •    Zusammenfassung (in 5 Punkten)

Es folgt ein Verzeichnis ausgewählter Literatur, das mit diesen Überschriften organisiert ist:

  •    Calciumüberlastung, 
  •    Magnesiumstatus, 
  •    Magnesium und Vitamin D, 
  •    Magnesiumcitrat, 
  •    Erhöhte Sterberate bei Magnesiummangel, 
  •    Erhöhte Sterberate bei Vitamin-D-Mangel, 
  •    Die Folgen hoher Parathormonspiegel, 
  •    Die gesundheitsfördernde Wirkung des Citrats, 
  •    Vitamin K und Blutgerinnung, 
  •    Vitamin D unterdrückt Entzündungen.

Die gesamte Erweiterung des Buches richtet sich vorrangig an Menschen ohne medizinische Ausbildung. Wie schon im vorangehenden Teil des Buches ist auch die Erweiterung für jedermann leicht verständlich.

Direkt ab Verlag kann man hier bestellen und erhält ein Gratis-PDF-Download:  über Vitamin D und Brustkrebs

https://www.vitamindservice.de/node/101
 


Frage: Kann ich als Besitzer dieses Buches auch die Erweiterung als PDF erwerben?


Der Anhang zum Buch "Gesund in sieben Tagen" umfaßt (wie oben im Detail beschrieben) 30 Seiten. Er gibt kurz und knapp Auskunft über die Gefahren einer Calcium- und Phosphatüberlastung sowie über die Bedeutung von Magnesium, Vitamin K1 und K2 für unsere Gesundheit. Wir haben uns viel Mühe gegeben, die Erweiterung des Buches zu erstellen.

Die Urheberrechte liegen beim Hygeia-Verlag, der daraus seine Existenz finanziert. Daher habe ich nicht das Recht, urheberrechtlich geschütztes Material der 18. Auflage als PDF zu verkaufen oder zu verschenken.
 
Es zeigt sich, dass sich in den meisten Fällen jemand findet, der das gelesene Buch gerne als Geschenk annimmt. Machen Sie jemand in Ihrer Umgebung mit dem Buch eine Freude! So unterstützen Sie unsere Absicht einer gesundheitliche Aufklärung.
 
Gleichzeitig erhalten Sie ein ganz neues Verständnis und eine unabhängigen Bewertung von Calcium, Magnesium und anderen hochinteressanten Stoffen. Der Buchpreis bleibt trotz Erweiterung konstant bei 14,80 Euro.
 

weiterlesen: 5 Antworten zum Vitamin K2


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